Mayastätte Tikal, Guatemala

Tikal - So sieht der Sonnenuntergang am 23.03. und 21.09. aus
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Die wichtigsten Informationen & Fakten zur Mayastätte “Tikal”
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| Name der Mayastätte / Übersetzung: | Tikal / Ort der Stimmen |
| Name zur Zeit der Mayakultur / Übersetzung: | Mutul / Bedeutung unklar |
| Liegt im heutigen Land: | Guatemala |
| Mayabereich: | Mittlerer Bereich |
| Mayaregion: | Peten |
| Früheste Evidenz menschlicher Besiedlung: | ca. 800 v. Chr. |
| Besonderheiten / Merkmale / Sonstiges: |
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Die Mayaregion “Peten” ist gleichzeitig der nördlichste Bundesstaat Guatemalas und eines der wichtigsten Gebiete der klassischen Zeit der Maya. Hier befindet sich eine Vielzahl an archäologischen Stätten, von denen wir im Folgenden die beiden größten Ruinenanlagen vorstellen werden.
Tikal ist die beeindruckenste Mayastadt, die im Zusammenspiel mit dem Regenwald und der dort heimischen Tierwelt jeden Besucher in seinen Bann zieht.
Unter www.yaxha.de finden Sie eine umfassende Dokumentation des größten archäologischen Projektes Zentralamerikas, das mit deutschen Spendengeldern ein riesiges Gebiet von 1200qkm erforscht.

Wenn man am 23.03. und 21.09. vom Tempeleingang des "Grossen Jaguars" aus beobachtet, verschwindet die Sonne exakt hinter dem Dachkamm von Tempel III
Tikal – Die Maya-Stätte mit den meisten und höchsten Tempelpyramiden, die steil gen Himmel aufragen und die davor liegenden Plätze dominieren. Es gibt riesige angelegte Plattformen, auf denen eine Vielzahl an Gebäuden konstruiert wurde. Tempelpyramiden bestehen grundsätzlich aus drei großen Teilen: Pyramide, Tempel, Dachkamm!

Der „Grosse Jaguar, Pyramide – Tempel - Dachkamm
Die pyramidalen Unterbauten haben eingezogene Ecken mit vor- und zurückspringenden Ecken und Kanten. Der untere Fassadenteil der Tempel wird ohne Verzierungen belassen, während die oberen reich verziert sind. Die Maya Tikals haben die Dachkämme massiv konstruiert, haben jedoch in ihrem Inneren Hohlkörper belassen, um das Gewicht des Baues abzuschwächen. Die Fassaden der Dachkämme waren mit kunstvollen Skulpturen versehen, von denen man heute bei günstig stehender Sonne noch einiges erkennen kann. Im Fall des „Grossen Jaguars“ kann man im Dachkamm noch die Umrisse eines Koenigs auf einem Thron sitzend erkennen.
Um die Tempelpyramiden möglichst schlank und in den Himmel weisend aussehen zu lassen, ließen die Baumeister der Maya in der Mitte der Tempelseiten eine Zwischenkehle, indem eine Steinlage nicht eingebaut wurde. Der Dachkamm steht nur auf der hinteren Hälfte des Tempeldaches und trifft so mit dem oberen Ende der Zwischenkehle zusammen. Durch den Schatten, den die Zwischenkehle hervorruft, sieht es von der Seite aus, als wäre der Tempel nicht ein Gebäude, sondern als wären es zwei eigenständige Konstruktionen, welches den Anschein erweckt, als ob sich der Dachkamm vom Tempelboden her aufrichtet, anstatt – wie in Wirklichkeit – vom Tempeldach. Dadurch macht der gesamte Pyramidentempel – wenn man ihn von der Seite anschaut – einen noch viel schlankeren Eindruck.

Der "Grosse Jaguar" von Tikal - Seitenansicht mit Zwischenkehle im Schatten
Monolithische Stelen mit Altar werden vor den Tempelpyramiden aufgestellt und geben Auskunft über das Datum seiner Einweihung und den Grund des Tempelbaus.
Eine Einzigartigkeit in der Mayawelt sind die so genannten Zwillingspyramidenkomplexe, die nur in Tikal gefunden worden. Der einzige Zwillingspyramidenkomplex außerhalb Tikals befindet sich in Yaxha. Auf einer Plattform wurden 2 identische Pyramiden – auf denen kein Gebäude erstellt wurde – konstruiert, die jeweils im östlichen und westlichen Zentrum der Plattform standen. Die im Osten stehende Pyramide hat grundsätzlich neun Stelen und Altäre vor ihrer Westtreppe. Im Zentrum des nördlichen Endes der Plattform befindet sich ein Hof, mit einer Stele, die wiederum einen Hieroglyphentext besitzt, der über die Einweihung des Komplexes berichtet. Im südlichen Zentrum erhebt sich ein Gangpalast mit neun Eingängen. Diese Zwillingspyramidenkomplexe sind zum Ablauf eines bestimmten Zeitzyklus – dem 20-Jahres-Katun – erbaut worden.
Der höchste Tempel der Mayawelt ist Tempel IV von Tikal – mit einer Höhe von 70 m.

Tempel IV über dem Regenwald herausragend
Der „Tempel der doppelköpfigen Schlange“ (benannt nach einem Türsturz des Tempels, dessen Holzschnitzung einen König mit einer doppelköpfigen Schlange zeigt) thront im Westen Tikals ueber dem Regenwald und bietet einen unvergleichlichen Rundum-Blick über die Mayastätte und den Regenwald.

Blick von Tempel IV am frühen Morgen
Der zweithöchste Tempel Tikals und ebenfalls der Mayawelt ist Tempel V mit 57 m. Höhe. Dieser große Tempel, welcher der erste war, der in Tikal erbaut wurde – um 600 n. Chr. – ist eine monumentale Masse ohne Augenmerk auf schlanke Gestaltung. Die Feinheiten In den Entwürfen der späteren Tempel – wie die vor- und zurückspringenden Ecken und Kanten – fehlen hier noch völlig.

Tempel V, 600 n. Chr. konstruiert und 57 m. hoch
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Satelittenbild Tikal und Umgebung
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| Interaktive Karte: Sie können Maßstab & Ansicht ändern, in alle Richtungen scrollen & Streetview nutzen |
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Tourguides & Reiseanbieter nach Tikal
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| The Mayan Adventure | www.the-mayan-adventure.com |
| Tikal Tour | www.tikaltour.com |
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Übernachtungsmöglichkeiten in der Umgebung
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|---|---|
| Cafe Arqueologico Yaxha | www.cafeyaxha.com |
