Mayastätte Tulum, Mexiko

Der Mayatempel "El Castillo" steht mit dem Rücken zum karibischen Meer
|
Die wichtigsten Informationen & Fakten zur Mayastätte “Tulum”
|
|
|---|---|
| Name der Mayastätte / Übersetzung: | Tulum / umzäunt |
| Name zur Zeit der Mayakultur / Übersetzung: | Zama / Sonnenaufgang |
| Liegt im heutigen Land: | Mexiko |
| Mayabereich: | Nördlicher Bereich |
| Mayaregion: | Ostküste |
| Früheste Evidenz menschlicher Besiedlung: | ca. 1200 n. Chr. |
| Besonderheiten / Merkmale / Sonstiges: |
|
Der heutige Name Tulum bedeutet übersetzt aus dem Maya ins Deutsche so viel wie eingezäunt. Der wahre Name aber war wahrscheinlich Zama (Uebersetzung: Sonnenaufgang) wie es eine frühe Schrift aus dem Jahr 1579 belegt (Relaciones de Yucatan), in der der Spanier Juan de Reigosa die Stätte als eine von einer Mauer umgebene Ruinenstadt beschreibt.
Der architektonische Stil wird allgemein als Stil der Ostküste bezeichnet. Die sichtbare Architektur wurde zwischen 1200 und 1550 errichtet, also zu einem Zeitpunkt, zu dem die klassische Mayakultur längst zusammengebrochen war (z.B. Tikal und andere große Stadtstaaten schon über 300 Jahre verlassen und längst von Dschungel überwuchert).

Kleines Heiligtum an der Steilküste - Ostküste Yucatan, Mexiko
Sowohl in Tulum als auch in anderen Stätten der Gegend haben die Maya keine riesigen Plätze mehr konstruiert, die von mächtigen Tempelpyramiden dominiert werden und auf denen Menschenmassen die Zeremonien und Rituale der Priester auf den Tempeln verfolgten. Tulum und die Ostküste besitzen nur kleine bis winzige Heiligtümer, in die man zumeist nur in gebückter Haltung hineinkommt. Diese Gebäude besitzen Flachdächer – über den gemauerten Wänden wurden Rundhölzer dicht nebeneinander verlegt, die dann mit Kalkmörtel verdichtet, verhärtet und geglättet wurden. Die Außenwände dieser nur noch niedrigen sakralen Architektur besitzen Wände, die sich im oberen Teil nach außen wölben. Die Eingänge sind sehr niedrig, die Innenräume geradezu winzig.
Berühmt ist diese Zone für ihre schönen Wandmalereien. Man findet Skulpturen des “Herabstürzenden Gottes”, der mit dem Bienengott assoziiert wird. In den oberen Fassadenhälften befinden sich an den Ecken häufig Skulpturen menschlicher Köpfe, die ausschließlich Mayas zeigen; es werden Gottheiten, Schlangen, Blumen, Früchte und Maiskolben künstlerisch dargestellt.

Der "Herabstürzende Gott" skulptiert in der Gebäudenische einer Aussenfassade
Zama (Tulum) war in seiner Hochzeit ein strategisch günstig gelegener Hafen, der die Handelsrouten auf dem Meer kontrolliert hat. Seine Lage an einem hohen und senkrecht abfallenden Kliff ist spektakulär und diente den Einwohnern als natürliche Verteidigungsanlage. Das dahinter liegende Zentrum war in Richtung der anderen drei Himmelsrichtungen von hohen Verteidigungswällen umgeben, die damals wahrscheinlich über 4m. hoch waren. Insgesamt gab es fünf Eingänge, die in das Innere der Anlage führten: Jeweils zwei im Norden und Süden und ein Haupttor im Westen. Das Kliff begrenzt Zama in Richtung Osten – mit herrlichem Blick in Richtung Sonnenaufgang über dem Meer. Wer das einmal beobachtet hat, der weiß, dass der Name Zama angebracht war.
|
Satelittenbild Tulum und Umgebung
|
|---|
| Interaktive Karte: Sie können Maßstab & Ansicht ändern, in alle Richtungen scrollen & Streetview nutzen |
|
Tourguides & Reiseanbieter nach Tulum
|
|
|---|---|
| Cafe Yaxha, Flores, Peten, Guatemala | www.cafeyaxha.com |
| Aventoura, Deutschland | www.aventoura.de |
|
Übernachtungsmöglichkeiten in der Umgebung
|
|
|---|---|
| Hotel Ana y José | www.anayjose.com |
| Ahau Tulum | www.ahautulum.com |
